Wenn Unschuldige die Tat zugeben

Es klingt paradox, aber es passiert immer wieder: Verdächtige legen ein Geständnis ab, obwohl sie absolut unschuldig sind. In der Kriminalpsychologie fragt man sich oft, wie eine solche Selbstbezichtigung überhaupt möglich ist.

Der Druck im Verhörzimmer

Oft beginnt alles mit einer sehr verhängnisvollen Situation. Die Polizei steht unter enormem Druck, einen Fall schnell zu lösen. Wenn Ermittler dann psychologische Tricks anwenden, kann das bei den Befragten zu totaler Verwirrung führen.
  • →Psychologische Erschöpfung durch stundenlange Befragungen
  • →Das Vorspiegeln falscher Beweise durch die Beamten
  • →Das Versprechen von milderem Strafmaß bei sofortiger Kooperation

Die verschiedenen Typen

Wissenschaftler unterteilen diese Geständnisse in Kategorien. Man unterscheidet zwischen freiwilligen, erzwungenen und verinnerlichten Aussagen. Letztere sind besonders tragisch, weil die betroffene Person am Ende selbst glaubt, die Tat begangen zu haben.

Konsequenzen für die Justiz

Ein falsches Geständnis kann fatale Folgen haben und führt im schlimmsten Fall zu einem Fehlurteil. Moderne Kriminalistik fordert daher standardmäßig die Videoaufzeichnung aller Verhöre, um solche Fehler künftig zuverlässig zu verhindern.