Die Eroberung der Städte

Früher lebten Igel vor allem an Waldrändern und in ländlichen Regionen mit Hecken und Wiesen. Doch durch die intensive Landwirtschaft finden sie dort heute immer seltener genug Nahrung. Aus diesem Grund suchen viele Tiere auf der Suche nach neuen Lebensräumen den Weg in die Städte. Parks und Schrebergärten bieten ihnen überraschend gute Bedingungen.

Der sprechende Garten

Wer einen naturnahen Garten besitzt, hat gute Chancen, einen stacheligen Gast zu beobachten. Igel sind nachtaktiv und benötigen vor allem Verstecke aus Laub und Totholz. Leider stellt ein aufgeräumter Garten für sie eine große Gefahr dar, weil dort oft nützliche Rückzugsorte fehlen.

Kleine Gefahren im Alltag

Im städtischen Raum lauern zahlreiche Risiken. Mähroboter und Kellerschächte führen häufig zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod der Tiere. Naturschützer fordern deshalb, Geräte nur tagsüber zu nutzen und Schächte abzudecken.
  • →Offene Wasserstellen unbedingt sichern
  • →Keine Milch füttern, da Igel laktoseintolerant sind
  • →Laubheufthaufen im Herbst liegen lassen

Aktiv werden für den Artenschutz

Jeder kann einen Beitrag leisten, um den Igeln das Überleben zu erleichtern. Ein kleiner Durchgang im Gartenzaun reicht aus, um ihnen den Wechsel zwischen verschiedenen Grundstücken zu ermöglichen. So entsteht ein vernetztes Biotop mitten im Wohngebiet.