Present tense (Präsens)
Präsens endings
Das Präsens ist die am häufigsten verwendete Zeitform im Deutschen. Es bezeichnet Handlungen, Zustände und Ereignisse, die in der Gegenwart stattfinden, aber auch regelmäßig wiederkehrende Abläufe, allgemeingültige Aussagen und – mit einer Zeitangabe – zukünftige Geschehen. Die Bildung folgt einem regelmäßigen Muster: Man nimmt den Verbstamm, also den Infinitiv ohne die Endung "-en" oder "-n", und hängt daran die Personalendung an. Diese Endungen kodieren die grammatische Person, wodurch das Subjekt oft verzichtbar ist oder betont werden kann. Die Übereinstimmung zwischen Subjekt und Verbform nennt man Kongruenz; sie ist ein Grundprinzip der deutschen Grammatik.
Die Endungen sind für alle regelmäßigen Verben gleich: ich -e, du -st, er/sie/es -t, wir -en, ihr -t, sie/Sie -en. Bei Verben, deren Stamm auf -d oder -t endet (z. B. reden, arbeiten), fügt man bei du, er/sie/es und ihr ein -e- vor der Endung ein, um die Aussprache zu erleichtern: du redest, er redet, ihr redet. Diese Regel gilt auch für Verben mit Stamm auf -m oder -n, wenn ein Konsonant davorsteht, z. B. öffnen (du öffnest, er öffnet, ihr öffnet).
- Ich lerne Deutsch. (I learn German.)
- Du arbeitest heute. (You work today.)
Practical Examples
Im Alltag verwendet man das Präsens für verschiedene Zwecke: für gegenwärtige Handlungen, Gewohnheiten, Zustände, Fähigkeiten, Wünsche und zukünftige Pläne mit Zeitangabe. Bei trennbaren Verben wie abfahren wird die Vorsilbe im Präsens abgetrennt und ans Satzende gestellt: Der Zug fährt um 8 Uhr ab. Das Präsens deckt auch die Verlaufsform ab, die es im Deutschen nicht gibt; man sagt also sowohl "Sie arbeitet" als auch "Sie arbeitet gerade".
- Sie wohnt in Berlin. (She lives in Berlin.)
- Wir besuchen morgen meine Eltern. (We are visiting my parents tomorrow.)