W-questions as nouns (das Wie, das Warum)

Pattern

W-Wörter wie warum, wie, wann oder wo lassen sich im Deutschen nominalisieren, indem man sie großschreibt und den neutralen Artikel das voranstellt. So wird aus der Frage Warum ist das so? das Nomen das Warum, das den Grund als abstraktes Konzept bezeichnet. Das Neutrum ist dabei kein Zufall: Es ist das Genus für Abstrakta, substantivierte Infinitive und nominalisierte Adjektive (z. B. das Gute, das Sprechen), und auch W-Wörter bezeichnen abstrakte Kategorien wie Grund, Methode oder Zeit. Diese Nominalisierung ist ein produktives Muster, das es erlaubt, Aspekte wie das Wie oder Warum wie Gegenstände zu behandeln und sie zum Subjekt oder Objekt eines Satzes zu machen.

Die Bildung ist einfach: Man nimmt das Fragewort in seiner Grundform, schreibt es groß und setzt das davor. Auch zusammengesetzte Formen wie wohin, woher, wozu, womit, wofür, worüber, worauf, wovor werden als Ganzes nominalisiert: das Wohin, das Woher, das Wozu usw. Die Deklination folgt dem neutralen Muster: Nominativ und Akkusativ das Warum, Dativ dem Warum, Genitiv des Warums. Wörter, die bereits auf -s enden, wie das Was, bilden den Genitiv ohne zusätzliches -s: des Was.

Das Warum seiner Entscheidung ist mir unklar.
Wir müssen das Wie der Umsetzung noch besprechen.

Register

Diese Nominalisierungen sind in formellen Texten wie wissenschaftlichen Artikeln, Essays oder journalistischen Beiträgen besonders häufig, da sie eine präzise und abstrakte Ausdrucksweise ermöglichen. In der Alltagssprache kommen sie ebenfalls vor, vor allem wenn man einen Aspekt betonen möchte, etwa in der Gegenüberstellung das Warum und das Wie. In sehr informellen Gesprächen wirken sie jedoch oft gestelzt; dort bevorzugt man Nebensätze wie Warum er das gemacht hat, weiß ich nicht.

Das Wie der Datenerhebung ist für die Validität der Studie entscheidend.
Das Warum ist mir egal, aber das Wie muss stimmen.

Praktische Beispiele

  1. Ich verstehe das Warum seiner Entscheidung nicht. (Ich verstehe den Grund für seine Entscheidung nicht.)
  2. Könntest du mir das Wie der Installation erklären? (Könntest du mir die Methode der Installation erklären?)
  3. Das Wann des Treffens steht noch nicht fest. (Der Zeitpunkt des Treffens steht noch nicht fest.)
  4. Niemand wusste das Wo des verlorenen Schlüssels. (Niemand wusste den Ort des verlorenen Schlüssels.)
  5. Das Was er gesagt hat, war sehr verwirrend. (Der Inhalt dessen, was er gesagt hat, war sehr verwirrend.)
  6. Sie diskutierten lange über das Wohin ihrer nächsten Reise. (Sie diskutierten lange über das Ziel ihrer nächsten Reise.)
  7. Das Woher des Gerüchts ist völlig unklar. (Der Ursprung des Gerüchts ist völlig unklar.)
  8. Er hat das Wozu dieser komplizierten Prozedur nicht verstanden. (Er hat den Zweck dieser komplizierten Prozedur nicht verstanden.)
  9. Das Womit wir das Problem lösen können, ist noch offen. (Das Mittel, mit dem wir das Problem lösen können, ist noch offen.)
  10. Das Wofür er kämpft, ist Gerechtigkeit. (Das Ziel, für das er kämpft, ist Gerechtigkeit.)
  11. Das Worüber sie sich am meisten freute, war die Überraschung. (Das, worüber sie sich am meisten freute, war die Überraschung.)
  12. Das Worauf ich mich am meisten freue, ist der Urlaub. (Das, worauf ich mich am meisten freue, ist der Urlaub.)
  13. Das Wovor er am meisten Angst hat, ist ein Misserfolg. (Das, wovor er am meisten Angst hat, ist ein Misserfolg.)
  14. Ich weiß das Was nicht, aber ich spüre, dass etwas nicht stimmt. (Ich weiß nicht, was genau los ist, aber ich spüre, dass etwas nicht stimmt.)
  15. Wir haben das Wie der Umsetzung noch nicht besprochen. (Wir haben die Methode der Umsetzung noch nicht besprochen.)