Genitive

Possession

Der Genitiv ist der 2. Fall im Deutschen und drückt vor allem Besitz oder Zugehörigkeit aus. Man fragt nach ihm mit "Wessen?" – zum Beispiel: Wessen Buch ist das?Das Buch des Mannes. Maskuline und neutrale Nomen erhalten im Genitiv meist die Endung -s oder -es (z. B. "des Mannes", "des Kindes"), während feminine und plurale Nomen unverändert bleiben; hier zeigen Artikel und Adjektive den Genitiv an (z. B. "der Frau", "der Leute"). Der Genitiv macht Sätze präziser und formeller; in der gesprochenen Umgangssprache weicht man oft auf "von" + Dativ aus, im Schriftdeutschen ist der Genitiv jedoch Standard.

Eine wichtige Ausnahme ist die n-Deklination: Bestimmte maskuline Nomen wie "der Herr", "der Student" oder "der Präsident" bilden den Genitiv mit -n oder -en (z. B. "des Herrn", "des Studenten").

  • das Buch des Mannes – the man's book
  • die Idee der Lehrerin – the teacher's idea

Prepositions

Einige Präpositionen verlangen immer den Genitiv, darunter wegen, trotz, während, anstatt/statt, außerhalb, innerhalb, laut, mangels und unweit. Diese Präpositionen drücken Verhältnisse wie Grund, Gegensatz, Zeit, Ersatz oder Ort aus und bestimmen den Kasus des folgenden Nomens. In der gesprochenen Umgangssprache wird bei wegen und trotz oft der Dativ verwendet (z. B. "wegen dem Regen"), aber im Standarddeutschen und in Prüfungen ist der Genitiv korrekt.

Bei maskulinen und neutralen Nomen erhält das Nomen die Endung -s oder -es (z. B. "des Regens", "des Essens"), bei femininen und pluralen Nomen bleibt es unverändert (z. B. "der Kälte", "der Stadt"). Adjektive zwischen Präposition und Nomen werden ebenfalls im Genitiv dekliniert, z. B. "wegen des starken Regens".

  • Wegen des starken Regens bleiben wir zu Hause.
  • Trotz der Kälte gehen wir spazieren.

Practical Examples

Das ist der Preis des Buches. – Die Farbe der Blumen ist wunderschön. – Das ist das Auto meines Freundes. – Die Lösung eines Problems kann schwierig sein. – Wegen des starken Regens bleiben wir zu Hause. – Während des Essens sprechen wir nicht über Arbeit. – Trotz der Kälte gehen wir spazieren. – Eines Tages werde ich die Welt bereisen. – Wessen Schlüssel sind das? – Ich bin mir der Antwort nicht sicher. – Am Anfang des Films war ich verwirrt. – In der Mitte des Platzes steht ein Denkmal. – Die Geschichte der Stadt ist sehr alt. – Anstatt des Kaffees trinke ich heute Tee. – Das ist die Rede des Präsidenten.