N-declension nouns
Pattern
Die N-Deklination ist eine Gruppe maskuliner Substantive, die in allen Kasus außer dem Nominativ Singular die Endung -n oder -en erhalten. Diese Endung ist ein Relikt aus dem Althochdeutschen, wo der Stamm dieser Substantive auf -n endete; im Nominativ fiel diese Endung weg, in den anderen Kasus blieb sie erhalten. Die Wahl zwischen -n und -en hängt von der Nominativform ab: Endet das Wort auf -e, wird -n angehängt (z. B. der Junge → den Jungen), endet es auf einen Konsonanten, wird -en angehängt (z. B. der Student → den Studenten). Diese Endung ist obligatorisch, auch wenn der Artikel den Kasus bereits anzeigt, und gilt für Akkusativ, Dativ und Genitiv Singular sowie für den Plural.
Eine wichtige Sonderregel betrifft der Herr: Im Singular erhält es nur -n (den Herrn, dem Herrn, des Herrn), im Plural jedoch -en (die Herren). Eine weitere Besonderheit ist die Untergruppe mit Genitiv auf -ns, zu der der Name, der Gedanke, der Wille, der Glaube, der Friede, der Funke, der Same und der Buchstabe gehören; im Akkusativ und Dativ haben sie nur -n (den Namen, dem Namen), im Genitiv aber -ns (des Namens).
- Ich sehe den Jungen. (Akkusativ)
- Wir helfen dem Studenten. (Dativ)
Frequent groups
Die meisten N-Deklinations-Substantive bezeichnen Personen, darunter Nationalitäten wie der Franzose, der Russe, Berufe wie der Kunde, der Kollege, der Student, der Journalist, sowie weitere wie der Mensch, der Junge, der Herr, der Nachbar, der Zeuge. Auch viele Tiernamen gehören dazu, z. B. der Elefant, der Löwe, der Affe, der Bär, der Hase. Es gibt jedoch Ausnahmen: Substantive, die auf -er enden, wie der Amerikaner oder der Tiger, sind regelmäßig und erhalten keine N-Endung. Auch der Deutsche ist ein nominalisiertes Adjektiv und folgt der Adjektivdeklination.
- Der Kunde beschwert sich. Ich rufe den Kunden an.
- Der Elefant ist groß. Wir beobachten den Elefanten.
With adjectives
Wenn ein Adjektiv ein N-Deklinations-Substantiv begleitet, bleibt die N-Deklination des Substantivs unverändert; das Adjektiv folgt den normalen Regeln der Adjektivdeklination, die vom Artikeltyp und Kasus abhängen. Die Endungen von Adjektiv und Substantiv sind unabhängig voneinander, auch wenn sie oft gleich aussehen. Beispielsweise erhält das Adjektiv nach bestimmtem Artikel im Dativ die Endung -en (dem jungen Studenten), das Substantiv ebenfalls -en (Studenten). Ein häufiger Fehler ist, das Substantiv nicht zu deklinieren, wenn ein Adjektiv vorhanden ist, z. B. „dem jungen Student“ statt „dem jungen Studenten“.
- Wir sprechen mit dem netten Kollegen.
- Die Meinung des bekannten Journalisten war interessant.
Practical Examples
Hier sind einige Beispiele, die die Anwendung der N-Deklination in verschiedenen Kasus zeigen:
- Ich sehe den Jungen jeden Tag. (Akkusativ)
- Hast du den Namen des neuen Kollegen? (Akkusativ; Genitiv von „Name“ ist „des Namens“)
- Wir haben mit dem Studenten über das Projekt gesprochen. (Dativ nach „mit“)
- Kennen Sie den Herrn dort drüben? (Akkusativ; Singular mit -n)
- Die Meinung des Journalisten war sehr interessant. (Genitiv)
- Der Zoo hat einen neuen Elefanten bekommen. (Akkusativ)
- Sie hat ihrem Nachbarn beim Umzug geholfen. (Dativ nach „helfen“)
- Wir haben keinen Kunden erreicht. (Akkusativ)
- Ist das die Geschichte des Prinzen? (Genitiv)
- Er hat einen Gedanken, den er teilen möchte. (Akkusativ; Genitiv „des Gedankens“)
- Ich erinnere mich nicht an den Buchstaben „ß“. (Akkusativ nach „an“)
- Der Polizist fragte den Zeugen nach Details. (Akkusativ)
- Das Herz eines Menschen ist komplex. (Genitiv; „Herz“ ist Neutrum, aber gemischte Deklination: des Herzens, dem Herzen)
- Sie hat dem Biologen eine Frage gestellt. (Dativ)